Ante Cacic muss gehen, Zlatko Dalic soll Kroatien zur WM 2018 nach Russland führen

Der kroatische Fußballverband HNS hat sich mit sofortiger Wirkung von Ante Cacic getrennt und mit Zlatko Dalic direkt einen neuen Nationaltrainer verpflichtet. Der 50-jährige Ex-Profi soll die Vatreni zur WM 2018 nach Russland führen.

Unmittelbar nach dem gestrigen 1:1-Unentschieden gegen Finnland machten bereits Gerüchte die Runde, dass Ante Cacic vom kroatischen Fußballverband HNS beurlaubt wurde. Nun ist es offiziell, der HNS hat die Trennung von Cacic heute bestätigt. Mit Zlatko Dalic wurde zeitgleich ein neuer Nationaltrainer benannt. Der 50-jährige Ex-Profi wird die Vatreni am kommenden Montag in der Ukraine führen.

HNS-Präsident Davor Suker äußerte sich wie folgt zu dem Tausch auf der kroatischen Trainerbank: „Der neue Nationaltrainer ist Zlatko Dalic. Er wird die Mannschaft in das entscheidende Spiel gegen die Ukraine führen. Wir hoffen natürlich auf ein positives Ergebnis. Die Entscheidung sich von Cacic zu trennen fiel einstimmig aus. Es war eine lange Nacht, wir hatten vier potenzielle Nachfolger diskutiert, am Ende haben wir uns für Dalic entschieden.“

Dalic ist kein Unbekannter in Kroatien bzw. beim HNS. Als aktiver Profi stand er unter anderem bei Hajduk Split und Varteks unter Vertrag. 2000 beendete der defensive Mittelfeldspieler seine aktive Laufbahn. 2005 übernahm er seinen ersten Trainerposten bei Varteks. Von 2006 bis 2011 war er zudem Co-Trainer der kroatischen U21-Nationalmannschaft. Zwischen 2011 und 2017 führte Dalic zahlreiche Vereine, sowohl in Kroatien als auch im Ausland. Zuletzt machte er es sich vor allem im nahen Osten einen Namen und trainierte von 2014 bis 2017 den saudi-arabischen Verein Al-Ain.

Es wird spannend zu sehen ob Dalic es tatsächlich schafft binnen drei Tagen der kroatischen Nationalmannschaft neues „Leben einzuhauchen“. Viel Möglichkeiten/Optionen hat dieser nicht, auch vor dem Hintergrund der aktuell angespannten personellen Situation.

Ob Dalic eine langfristige Lösung ist bleibt abzuwarten, auch Suker zeigte sich diesbezüglich bedeckt: „Wir warten zunächst die Qualifikation ab und dann werden weiter schauen. Aktuell führt er die Mannschaft gegen die Ukraine.“