Luka Modric ist FIFA-Weltfussballer des Jahres 2018

Luka Modric wurde gestern Abend zum FIFA-Weltfussballer des Jahres 2018 gewählt. Der 33-jährige Mittelfeldspieler von Real Madrid ist damit der erste Kroate der diese persönliche Auszeichnung erhält. Zudem hat Modric die zehnjährige Dominanz von Lionel Messi und Cristiano Ronaldo bei der Wahl zum Weltfussballer des Jahres beendet. Der kroatische Nationalspieler verdrängte seinen Ex-Real-Teamkollegen auf Rang 2. Messi hingegen landete sogar nur auf dem 5. Platz.  

Nach der Wahl zum besten Spieler der WM 2018 und zu Europas Fussballer des Jahres ist die Wahl zum Weltfussballer des Jahres der krönende Abschluss einer atemberaubenden Saison für Luka Modric. Der 33-jährige Mittelfeldspieler hat sich bei der FIFA-Wahl vor Crisitano Ronaldo und Mohamed Salah durchgesetzt. Mit 29 Prozent der Stimmen fiel das Ergebnis relativ deutlich aus. Ronaldo kam auf 19 Prozent und Salah auf 10 Prozent. Die Ehrung erfolgte am Montagabend in London.

Luka Modric: Das ist eine große Ehre und ein großartiges Gefühl

Mit dem dritten CL-Gewinn in Folge und der Vizeweltmeisterschaft mit Kroatien galt Modric bei der Wahl zum FIFA-Weltfussballer des Jahres 2018 bereits als Favorit. Dennoch ist das Ergebnis etwas ganz besonderes, denn erstmals seit zehn Jahren heißt der Weltfussballer nicht mehr Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo.

Modric zeigte sich bei der Preisverleihung sichtlich gerührt und äußerte sich wie folgt dazu: „Das ist eine große Ehre und ein großartiges Gefühl. Diese Auszeichnung gehört nicht mir allein, sondern auch meinen Teamkollegen von Real Madrid und der Nationalmannschaft. Ich danke auch meiner Familie, ohne sie wäre ich nicht der Spieler, der ich bin.“ Bemerkenswert ist auch die Tatsache, dass Modric sich in diesem Moment bei seinem großen Vorbild Zvonimir Boban bedankte, den er als große fussballerische Inspiration bezeichnete.

Der Kroate zeigte sich zudem als fairer Gewinner und wollte das Fernbleiben von Ronaldo und Messi, welches im Vorfeld der Veranstaltung für viel Wirbel gesorgt hat, nicht wirklich kommentieren: „Er ist mein Freund. Mich hat seine Abwesenheit nicht gestört. Ich habe gewonnen, aber sowohl Cristiano als auch Mohamed sind große Fußballer.“

Trainerlegende Fabio Capello hingegen nahm kein Blatt vor den Mund und kritisierte Messi und Ronaldo scharf für deren Verhalten: „Dass sie nicht vor Ort waren, ist eine Respektlosigkeit gegenüber den Spielern, der FIFA und der Fußballwelt. Es kann sein, dass sie viele Titel gewinnen und es ihnen nicht gefällt, wenn sie verlieren. Im Leben muss man sich aber sowohl im Sieg als auch in der Niederlage gut verhalten.“

Während Messi seine Teilnahme kurzfristig aus familiären Gründe absagen musste, ließ Juventus Turin verkünden, dass Ronaldo aufgrund der englischen Woche keine Zeit hätte um nach London zu kommen.

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